Dozentenpreis des Fonds ging an Dr. Crispin Lichtenberg

Der Dozentenpreis des Fonds der Chemischen Industrie wurde am 8. Mai 2020 an Privatdozent Dr. Crispin Lichtenberg, Nachwuchsgruppenleiter am Institut für Anorganische Chemie der Universität Würzburg, vergeben.

Dr. Crispin Lichtenberg - Foto: Dr. Andreas Oechsner
Dr. Crispin Lichtenberg - Foto: Dr. Andreas Oechsner

Crispin Lichtenberg, Jahrgang 1984, studierte Chemie an den Universitäten Marburg und Cambridge, UK, und wechselte nach dem Diplomabschluss an die RWTH Aachen. Dort promovierte er 2013 unter Leitung von Jun Okuda. Ein erster Postdoktorandenaufenthalt, gefördert durch ein Feodor Lynen Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung, führte ihn an die ETH Zürich, Schweiz, zu Hansjörg Grützmacher. Dort beschäftigte er sich mit mehrkernigen niedervalenten Eisenkomplexen für die Homogenkatalyse.

2015 ging er zurück nach Deutschland an die Universität Würzburg zu Holger Braunschweig, zunächst als Postdoktorand. Gefördert durch ein Liebig-Stipendium gründete er dort 2016 seine eigene Nachwuchsgruppe. Seit Anfang 2020 ist er habilitiert. In seiner Forschung beschäftigt er sich mit kationischen und niedervalenten Bismutspezies, die als Reagenzien und Katalysatoren in der Synthesechemie zum Einsatz kommen. Diese Spezies erlauben das gezielte Ansteuern von polaren bzw. radikalischen Reaktionspfaden, unter anderem durch den Einsatz neuer redox-aktiver Liganden. So können ungewöhnliche Reaktivitäten und Selektivitäten erzielt werden, z. B. in den Bereichen der CH-Aktivierung, der Radikalkupplung und der Aktivierung kleiner (reaktionsträger) Moleküle.

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Dr. Stefanie Kiefer

E-Mail: kiefer@vci.de