Dozentenpreis des Fonds ging an Frau Dr. Christine Beemelmanns

Der Dozentenpreis des Fonds der Chemischen Industrie wurde am 8. Mai 2020 an Frau Dr. Christine Beemelmanns, Nachwuchsgruppenleiterin am Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie e. V., Hans-Knöll-Institut, Jena, vergeben.

Dr. Christina Beemelmanns - Foto: Anna Schroll
Dr. Christina Beemelmanns - Foto: Anna Schroll

Christine Beemelmanns, Jahrgang 1981, studierte Chemie an der RWTH Aachen. Ihr Studium schloss sie 2006 mit einer Diplomarbeit bei Carsten Bolm erfolgreich ab. Nach einem Forschungsjahr am RIKEN Institut Chemie in Japan bei Mikiko Sodeoka, wechselte sie zur Doktorarbeit an die FU Berlin und promovierte, gefördert durch ein Kekulé-Stipendium des Fonds, bei Hans-Ulrich Reißig.

Unterstützt durch ein DAAD-Stipendium absolvierte sie ihr erstes Postdoktorat am Tokyo Institute of Technology in der Arbeitsgruppe von Keisuke Suzuki wo sie sich mit der Anwendung von nukleophilen aromatischen Substitutionen in der Naturstoffchemie beschäftigte. Anschließend führte sie mittels eines Stipendiums der Leopoldina ein weiteres Postdoktorat an der Harvard Medical School in der Arbeitsgruppe von Jon Clardy durch, wo sie sich mit der Strukturaufklärung von komplexen Naturstoffen und der Analyse ihrer ökologischen Funktionen auseinandersetzte.

Seit Ende 2013 ist sie Nachwuchsgruppenleiterin am Hans-Knöll-Institut in Jena, wo sie die unabhängige Arbeitsgruppe „Chemische Biologie der Mikroben-Wirt Interaktionen“ leitet.

In Ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit der metabolischen und genomischen Charakterisierung von mikrobiellen Gemeinschaften, welche eng mit Invertebraten assoziiert sind. Der Hauptfokus ihrer Arbeiten liegt auf der chemischen Analyse von Mischkulturen (Co-kulturen) mikrobieller Symbionten, welche in den Lebensräumen terrestrischer und mariner Invertebraten auftreten. Ihre Forschungsgruppe treibt dabei die strukturelle Aufklärung von antimikrobiellen, zytostatischen und morphogenen Metaboliten federführend voran. Anhand der gewonnen Strukturinformationen führt die Gruppe ökologische Studien durch, welche zu einem tiefergehenden Verständnis der zugrunde liegenden symbiontischen Prozesse zwischen Mikroorganismen und dem Wirt (Invertebraten) führen. Mittels der gewonnen Genominformationen untersucht ihre Forschungsgruppe zudem die neu entdeckten enzymatischen Transformationen, um diese grundlegend zu verstehen und besser nutzbar zu machen.

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Dr. Stefanie Kiefer

E-Mail: kiefer@vci.de