Service für Mitgliedsunternehmen: die VCI-Länderberichte

Frankreichs Chemie belegt weltweit Rang sieben

Frankreichs Chemie- und Pharmaindustrie ist in Europa die Nummer zwei und weltweit die Nummer sieben. Mit Pharmazeutika und Konsumgütern erwirtschaftet die französische Branche mehr als 50 Prozent ihres Umsatzes. Der Länderkurzbericht des VCI gibt einen Überblick über den Markt:

Für die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie ist Frankreich nach den Niederlanden der wichtigste Handelspartner in Europa. - Foto: © rdnzl/stock.adobe.com
Für die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie ist Frankreich nach den Niederlanden der wichtigste Handelspartner in Europa. - Foto: © rdnzl/stock.adobe.com

Mit einem Volumen von fast 104 Milliarden. Euro ist Frankreich der siebtgrößte Markt für chemische und pharmazeutische Erzeugnisse weltweit. Das Jahr 2017 lief für die französische Chemieindustrie gut. Der Umsatz stieg um fast 10 Prozent auf 113 Milliarden Euro. Sowohl das Chemie- als auch das Pharmageschäft konnten zum Wachstum beitragen. Es bleibt aber abzuwarten, ob dies eine Trendwende oder nur ein Strohfeuer darstellt. Die Investitionen in Sachanlagen waren zuletzt rückläufig, lagen aber mit knapp 4,2 Milliarden Euro immer noch höher als im Jahr 2015.

Die französische Chemie ist breit aufgestellt. Der Schwerpunkt liegt bei Pharmazeutika und Konsumchemikalien. Es folgen Fein- und Spezialchemikalien. Bei diesen drei Sparten liegt auch der Schwerpunkt im Handel.

Starke Konsumchemie: Die französische Chemie- und Pharmaindustrie ist im Bereich Konsumchemikalien und Pharmazeutika gut aufgestellt. Hier werden auch die größten Überschüsse im Handel erwirtschaftet. - Quellen: Chemdata International, VCI. - Klick auf die Grafik vegrößert sie!
Starke Konsumchemie: Die französische Chemie- und Pharmaindustrie ist im Bereich Konsumchemikalien und Pharmazeutika gut aufgestellt. Hier werden auch die größten Überschüsse im Handel erwirtschaftet. - Quellen: Chemdata International, VCI. - Klick auf die Grafik vegrößert sie! © VCI

Für die deutsche Branche ist Frankreich nach den Niederlanden der wichtigste Handelspartner in Europa. 2017 exportierte die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie Waren im Wert von 13,5 Milliarden Euro nach Frankreich. Dies waren rund 7 Prozent der deutschen Chemieexporte. Umgekehrt kamen 7,5 Prozent der hiesigen Chemieeinfuhren aus Frankreich. Dies waren Chemiewaren im Wert von 10 Milliarden Euro. Die deutsche Chemiehandelsbilanz mit Frankreich fiel somit positiv aus.

Auch als Produktionsstandort ist Frankreich von Relevanz. Insgesamt waren 80 Tochtergesellschaften deutscher Chemieunternehmen 2016 in Frankreich aktiv. Zusammen erwirtschafteten sie einen Umsatz von rund 10,5 Milliarden Euro und beschäftigten 17.000 Mitarbeiter.


INFO: Überblick durch die VCI-Länderberichte

Die Länderberichte des VCI geben einen ersten Eindruck von den Chemiebranchen anderer Länder. Zusätzlich liegen auch Informationen über den Handel und die Produktionsverflechtungen mit Deutschland vor. Die Länderberichte werden für die fünf größten Länder jährlich aktualisiert. Auf Anfrage liegen die Informationen aber noch für rund 60 weitere Länder vor. Neben den Länderberichten bietet der VCI auch einen Regionenreport mit dem Fokus Europa und eine grafisch aufbereitete Foliensammlung zu den weltweiten Chemiemärkten an. Alle Links siehe „Mehr zum Thema"

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Dieser Artikel ist im chemie report 12/2018 erschienen.

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Ansprechpartner

Dipl.-Volksw. Christiane Kellermann

E-Mail: kellermann@vci.de