Auf den Mittelstand setzen - BMWi_Initiative 2011

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) hat in seiner neuen Initiative für den Mittelstand "Auf den Mittelstand setzen: Verantwortung stärken - Freiräume erweitern" sieben Themenbereiche identifiziert, die für kleine und mittlere Unternehmen und ihren wirtschaftlichen Erfolg derzeit von zentraler Bedeutung sind.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) hat in seiner neuen Initiative für den Mittelstand "Auf den Mittelstand setzen: Verantwortung stärken - Freiräume erweitern" sieben Themenbereiche identifiziert, die für kleine und mittlere Unternehmen und ihren wirtschaftlichen Erfolg derzeit von zentraler Bedeutung sind:

Stichworte:

  • Innovationen,
  • Fachkräfte,
  • Unternehmensnachfolge und Unternehmensgründungen,
  • Internationalisierung
  • Finanzierungsfragen,
  • Rohstoffe, Energie- und Materialeffizienz
  • Bürokratieabbau.

Zu allen genannten Bereichen will die Bundesregierung im Dialog mit der mittelständischen Wirtschaft die Bedingungen für unternehmerisches Handeln verbessern, neue Freiräume für kleine und mittlere Unternehmen schaffen und damit Impulse für Wachstum und Beschäftigung in Deutschland geben.

Konkret in der Wirtschaftspolitik für kleine und mittlere Unternehmen will Wirtschaftsminister Brüderle in den nächsten Monaten folgende Themen besonders intensiv verfolgen (Quelle: BMWi):

Innovationen: Viele mittelständische Unternehmen in Deutschland sind hoch innovativ. Dennoch gibt es Größennachteile. Um diese zu kompensieren und die Forschungs- und Innovationsfähigkeit des Mittelstandes zu stärken, ergreift das BMWi Maßnahmen. So erhöht zum Beispiel das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand für KMU den Anreiz, in Forschung und Entwicklung zu investieren.

Fachkräfte: Viele Unternehmen in Deutschland haben Probleme, in bestimmten Berufsgruppen geeignete Fachkräfte zu finden. Der Fachkräftemangel führt zu erheblichen Wohlfahrtsverlusten. Wir haben erste Maßnahmen ergriffen und werden weitere in die Wege leiten, um das inländische Potenzial an Erwerbspersonen besser zu nutzen, im Ausland tätige deutsche Führungskräfte nach Deutschland zurückzuholen und ausländische Fachkräfte für den Beschäftigungsstandort Deutschland zu gewinnen.

Unternehmensnachfolgen und Gründungen: Unternehmergeist ist für die Zukunft des Mittelstandes von herausragender Bedeutung. Zwar nimmt die Gründungsdynamik in Deutschland wieder zu. Dennoch wird die Selbständigkeit in Deutschland immer noch zu selten als Chance begriffen. Mit der Initiative "Gründerland Deutschland" gibt das BMWi zusammen mit der Wirtschaft neue Impulse für Existenzgründungen und unternehmerisches Handeln.

Marktchancen im Ausland: Die zahlreichen mittelständischen Exporteure, vor allem aus dem verarbeitenden Gewerbe, sind das Aushängeschild für die hohe internationale Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Mittelstandes. Nach wie vor gibt es jedoch zahlreiche Hindernisse bei der Ausfuhr von Waren und bei Direktinvestitionen. Das BMWi und die Bundesregierung werden deshalb u. a. Handelshemmnisse weiter verringern, Exportkredit- und Investitionsgarantien stärker auf den Mittelstand ausrichten und Exportförderprogramme bündeln. Wir wollen, dass noch mehr kleine und mittlere Unternehmen ihre Chancen auf Auslandsmärkten realisieren.

Finanzierung: Mittelständler benötigen für ihren Geschäftsbetrieb sowie für Unternehmenswachstum vor allem Kredite und Eigenmittel. Deshalb wird die Bundesregierung zum einen der Funktionsfähigkeit der Kreditwirtschaft besondere Aufmerksamkeit widmen. Zum anderen wird das BMWi die ERP- und KfW-Finanzierungsprogramme fortsetzen und zum Teil neu ausrichten. Das gilt zum Beispiel für die Förderung von Existenzgründungen und Unternehmensnachfolgen.

Rohstoffe, Energie- und Materialeffizienz: Ein effizienter Umgang mit Rohstoffen, Energie und Materialien gewinnt immer mehr an Bedeutung. Das BMWi wird den Mittelstand mit Informationsangeboten und mit gezielten Anreizen unterstützen, um die Rohstoffversorgung zu sichern und die Energie- und Materialeffizienz weiter zu verbessern. Wir werden darauf drängen, gesetzliche Regelungen für einen effizienteren Umgang mit Energie und Materialien so auszugestalten, dass mittelständische Unternehmen wirtschaftlich nicht überfordert werden.

Bürokratieabbau: Kleine und mittlere Unternehmen profitieren in besonderem Maße, wenn dereguliert wird und Bürokratiekosten sinken. Im Verhältnis zu großen Unternehmen machen administrative Kosten einen überproportionalen Teil der Gesamtkosten aus. Das BMWi wird daher gesetzliche Regelungen sowie Normen und Standards einer kritischen Prüfung unterziehen und Maßnahmen ergreifen, um den Mittelstand zu entlasten.

Zu dieser neuen Initiative für den Mittelstand "Auf den Mittelstand setzen: Verantwortung stärken - Freiräume erweitern" hat das Ministerium eine Broschüre veröffentlicht.

Zur Broschüre gelangen Sie hier . ​

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Martin Stuhl

E-Mail: stuhl@vci.de