Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit

Die Chemie in Deutschland ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor: Bei Umsatz, Investitionen sowie Forschung und Entwicklung belegt sie unter allen Branchen Spitzenpositionen – auch im internationalen Vergleich: Weltweit steht sie seit 2014 auf Platz drei hinter China und den USA, in Europa belegt sie mit einem Umsatz von 190,8 Mrd. Euro (2014) mit Abstand Platz eins, in Deutschland ist sie die drittgrößte Industriebranche.

 © Sanofi-Aventis
© Sanofi-Aventis

Arbeitgeber mit Perspektive

Rund 444.800 Menschen (Stand 2014) arbeiten in der chemischen Industrie, ebenso viele Arbeitsplätze bei Zulieferern und Dienstleistern hängen von der Chemie ab. Für die anspruchsvollen Tätigkeiten bildet die Chemie kompetente Mitarbeiter aus. Insgesamt werden rund 20.000 junge Menschen für einen Beruf mit Perspektive qualifiziert. Gut ist auch die Bezahlung – sie liegt um rund 25 Prozent über dem Durchschnitt des Verarbeitenden Gewerbes.

Lösungen für jeden Bedarf

Riesige Bandbreite: Die chemische Industrie stellt über 30.000 unterschiedliche Stoffe her – von Basischemikalien bis zu Ausgangsstoffen nach Maß für viele vertraute Anwendungen. Rund 90 Prozent ihrer Erzeugnisse liefert die Chemie als Vorprodukte an Kunden in anderen Industriezweigen wie zum Beispiel der Automobil- und Elektroindustrie oder der Bauwirtschaft und dem Maschinenbau. So steckt in unzähligen Endprodukten, die wir täglich benutzen, der unsichtbare Beitrag der Chemie.

Starke Auslandsverbindungen

Das Geschäft mit Kunden im Ausland ist eine traditionelle Stärke der deutschen Chemie. Ihre Produkte sind wegen der Qualität und des Innovationsanspruches auf dem Weltmarkt besonders wettbewerbsfähig. Deutschland exportierte 2014 chemische Produkte im Wert von 169 Milliarden Euro. Aber auch die Importe von Chemikalien haben längst die Grenze von hundert Milliarden Euro überschritten (2014: 115,4 Milliarden Euro) - ein Ausdruck der weltweiten Arbeitsteilung in Sachen Chemie. Im Ausland investierten die deutschen Chemieunternehmen im Jahr 2014 knapp 8,5 Milliarden Euro. Seit 2012 übertreffen die Auslandsinvestitionen die Investitionen im Inland (2014: rund 7,1 Milliarden Euro).

Mehr zum Thema

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Dr. Henrik Meincke

E-Mail: meincke@vci.de