Bildung, Forschung und Innovation

Bildung, Wissenschaft und Forschung sind die Grundsubstanz, aus der wir am Hightech-Standort Deutschland das Fundament für die Zukunft unserer Gesellschaft bauen. Die Chemie ist ein unverzichtbarer Eckstein, um Innovationsfähigkeit zu sichern. Darauf sind auch andere Kernbranchen angewiesen.

 © VCI
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Im Jahr 1901 drückten Lehrlinge in einer betriebseigenen Einrichtung der Chemie-Branche erstmals Werk- und Schulbank parallel - ein Vorläufer der dualen Ausbildung. Die Förderung des Chemieunterrichts ist für uns traditionell von großer Bedeutung. Die Chemie ist heute die einzige Branche in Deutschland, die sich systematisch und mit hohem finanziellem Aufwand für den Nachwuchs und für einen guten Schulunterricht engagiert. Förderprogramme wie die „Schulpartnerschaft Chemie“ oder Experimental-Chemie-Wettbewerbe wie „H2O – mach’s bunt“ sollen einen spannenden, lebendigen Chemieunterricht ermöglichen und somit Jugendliche für dieses Fach begeistern.

Innovationsmotor

Im deutschen Innovationssystem ist die chemisch-pharmazeutische Industrie ein wichtiger Eckpfeiler und Technologie-Impulsgeber. Rund 9,4 Milliarden Euro investierten die Unternehmen 2010 in Forschung und Entwicklung (F&E). Nur der Fahrzeugbau investiert im Branchenvergleich mehr in F&E pro Mitarbeiter als die chemisch-pharmazeutische Industrie. Ihr Anteil von etwa 18 Prozent an den gesamten Aufwendungen für F&E des deutschen Verarbeitenden Gewerbes ist überproportional hoch.

Deutschland ist starker Forschungsstandort für die Chemie

Deutschland ist international einer der bedeutendsten Innovationsstandorte der chemischen Industrie: Rund 10 Prozent der OECD für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung-weiten F&E-Aufwendungen der Chemie werden hierzulande getätigt. Knapp ein Fünftel der globalen Chemie-Patentanmeldungen steuert Deutschland bei. Die F&E-Aufwendungen der chemisch-pharmazeutischen Industrie wachsen dynamisch. In den letzten zehn Jahren stiegen sie um über 30 Prozent – durchschnittlich um fast 3 Prozent pro Jahr.

Hier gelangen Sie zu den wichtigsten Daten und Standpunkten zu F&E:
Eckdaten zur Forschungs-, Entwicklungs- und Bildungsstatistik
Argumentarium zur steuerlichen Forschungsförderung.

Mit naturwissenschaftlicher Bildung schon im Kindergarten spielerisch beginnen

Die Chemieorganisationen, GDCh, IG BCE und VCI haben zum Internationalen Jahr der Chemie 2011 ein Papier vorgelegt, das aktuelle bildungspolitische Entwicklungen und Diskussionen aufgreift. Darin empfehlen sie, dass zur bisherigen Erziehung im Kindergarten die frühkindliche Bildung in den Naturwissenschaften als zweites Standbein hinzukommt. Sie fordern zudem, dass naturwissenschaftlich-technisch orientierter Sachunterricht bereits an Grundschulen verbindlich eingeführt und die duale Berufsausbildung weiter gestärkt wird.

In diesem Sinne ist die Verlängerung des Förderprogramms „Schulpartnerschaft Chemie“ bis 2012 ein richtiger und wichtiger Schritt. Hierfür hat der Fonds der Chemischen Industrie für den Zeitraum von 2010 bis 2012 rund 6,6 Millionen Euro bereitstellt.

Förderprogramm des Fonds der Chemischen Industrie 2010/2011

Als Förderwerk des VCI fördert der Fonds der Chemischen Industrie seit 1950 die Grundlagenforschung, Nachwuchswissenschaftler sowie den Chemieunterricht an Schulen. Die Broschüre „Fördermaßnahmen“ stellt die einzelnen Förderprogramme vor: So vergibt der Fonds über die Stiftung Stipendien-Fonds zahlreiche Stipendien, unterstützt gezielt die akademische Chemieforschung in Deutschland und fördert über das Projekt „Schulpartnerschaft Chemie“ den Chemieunterricht an allgemein bildenden Schulen in Deutschland. Aus Anlass des „Internationalen Jahres der Chemie 2011“ erhöht der Fonds der Chemischen Industrie in diesem Jahr sein Stipendienprogramm um 1,75 Millionen Euro. Der Fonds gibt damit 2011 mehr als 11 Millionen Euro für die Förderung der Grundlagenforschung, des wissenschaftlichen Nachwuchses und die Verbesserung des Chemieunterrichts aus. Lesen Sie mehr hierzu auf den Seiten des Fonds der Chemischen Industrie

Chemie macht Mobilität der Zukunft möglich

Die Elektromobilität wird in den kommenden Jahren ein Forschungs- und Innovationsschwerpunkt der chemischen Industrie. Dies ergab eine Umfrage des VCI. Für die Mobilität von morgen ist die Branche der entscheidende Motor: Batterien, Leichtbau, Rohstoffe und Recycling sind wichtige Themen, an denen die Chemie mitwirkt. Mehr zum Thema: Elekromobilität

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Dr. Hans-Jürgen Klockner

E-Mail: klockner@vci.de