Standpunkt zur Rheingold-Studie

Das öffentliche Bild der Chemie: Zwischen Teufelswerk und Lösungsindustrie

Die Corona-Pandemie und ihre Folgen haben im zurückliegenden Jahr 2020 den Alltag vieler Millionen Menschen in einer Weise verändert, wie dies seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Deutschland nicht mehr der Fall war. Dies hat in vielen Lebensbereichen zu Umorientierungen und Neubewertungen der eigenen und allgemeinen Lebensumstände geführt. Gleichzeitig hat die Pandemie – wie jede Krise – auch bereits vorhandene Einstellungen und Haltungen bestärkt und latente Konfliktlinien zu Tage gefördert.

Michael Vassiliadis
Michael Vassiliadis © IG BCE
Christian Kullmann
Christian Kullmann © Evonik Industries AG

All dies betrifft auch die Wahrnehmung der chemisch-pharmazeutischen Industrie in Deutschland und hat den Verband der Chemischen Industrie und die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie dazu bewogen, eine Studie in Auftrag zu geben. Wir wollten vor allem wissen: Wie tickt Deutschland in der Krise? Wie sehen die Menschen unsere Branche? Wichtig war uns auch zu erfahren, wie unsere Beschäftigten denken und fühlen.

Dabei haben wir uns bewusst für das Kölner Rheingold-Institut für qualitative Marktforschung entschieden. Die tiefenpsychologische Methodik geht über rein statistisch-quantitative Erhebungen hinaus. Sie ermöglicht ein erweitertes Verständnis dafür, was die Menschen im Blick auf die Chemie-Branche tatsächlich bewegt. Auch tiefer liegende Motive – ob hinter radikalen Positionen oder hinter sachlich vorgetragener Kritik – werden ergründet.

Tatsächlich hat sich gezeigt, dass ein solches Bemühen um Verständnis zu mitunter überraschenden Einsichten in die oftmals verschlungenen Wege der Entstehung von Urteilen und Vorurteilen über die Chemie- und Pharmabranche führt. Wer bereit ist, sich auf die Erkundung dieser Wege einzulassen, kann daraus wesentliche Schlüsse für den eigenen Umgang mit den unterschiedlichsten Stakeholder-Gruppen ableiten.

Als Branche sind wir davon überzeugt, dass wir viele wichtige Beiträge zur Lösung großer Zukunftsherausforderungen leisten: etwa beim Klimaschutz, bei der Kreislaufwirtschaft oder auch bei der Erforschung neuer Impfstoffe. Wir wissen aber auch, dass wir die Probleme nicht allein lösen können. Mit der Studie wollten wir daher auch folgende Fragen ergründen: Welche Missverständnisse sind zu klären und welche Gräben zu überwinden, um als Teil der Gesellschaft gemeinsame Lösungen für die großen Zukunftsfragen zu ermöglichen. Die Ergebnisse sind eine Quelle der Erkenntnis und der Inspiration, neue Wege zu gehen.

Christian Kullmann,
Präsident des Verbandes der Chemischen Industrie

Michael Vassiliadis,
Vorsitzender der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie

Service:

Studienautor Stephan Grünewald wird die Ergebnisse am 29.01.2021 in einem Webseminar vorstellen. Melden Sie sich jetzt noch an: Das öffentliche Bild der Chemie: Zwischen Teufelswerk und Lösungsindustrie - Verband der Chemischen Industrie e.V. (VCI)

Im Anschluss an das Webseminar können Sie unter diesem Link auch die Broschüre mit den zentralen Studienergebnissen herunterladen.

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Jürgen Udwari

E-Mail: udwari@vci.de