Verordnung zum Schutz vor invasiven gebietsfremden Arten

Arzneimittelherstellung benötigt auch gebietsfremde invasive Arten

Die Europäische Kommission hat einen Entwurf für eine Verordnung zum Schutz vor invasiven gebietsfremden Arten veröffentlicht. Sollten jedoch Arten auf die Liste kommen, die zur Herstellung von Arzneimitteln benötigt werden, besteht die Gefahr, dass diese als Ausgangsstoffe wegfallen und somit Arzneimittel nicht mehr hergestellt werden könnten. Diese Arzneimittel würden den Patienten folglich nicht mehr zur Verfügung stehen.

Die Europäische Kommission hat einen Entwurf für eine Verordnung zum Schutz vor invasiven gebietsfremden Arten veröffentlicht. Ziel ist es, Menschen und die Umwelt vor Tier- oder Pflanzenarten zu schützen, welche gebietsfremd sind und Schaden anrichten, z.B. die Biberratte oder der Japanische Staudenknöterich. Dazu soll eine Liste mit bis zu 50 invasiven gebietsfremden Arten erstellt werden.

Um Arzneimittel herzustellen, werden auch pflanzliche und tierische Ausgangsstoffe eingesetzt. Es ist nicht möglich, zum jetzigen Zeitpunkt das Risiko einzuschätzen, inwieweit diese Ausgangsstoffe von dieser Verordnung bzw. von einem Verbot von bestimmten Arten betroffen sind. Denn die Zusammenstellung der Liste ist ja noch nicht bekannt und kann sich zudem ändern. Sollten jedoch Arten auf die Liste kommen, die zur Herstellung von Arzneimitteln benötigt werden, besteht die Gefahr, dass diese als Ausgangsstoffe wegfallen und somit Arzneimittel nicht mehr hergestellt werden könnten.

Patienten stünden bestimmte Arzneimittel nicht mehr zur Verfügung, beispielsweise das Arzneimittel Robinia comp. Gerade Therapierichtungen wie Homöopathie oder Anthroposophische Medizin sind sehr individuelle Therapierichtungen, die ein großes Sortiment an Arzneimitteln benötigen. Zudem wäre es nicht mehr möglich, Arzneimittel, die gebietsfremde invasive Arten als Ausgangsstoffe benötigen, neu zu entwickeln oder weiter zu entwickeln.

Es muss daher im Sinne der Patienten sichergestellt sein, dass auch in Zukunft gebietsfremde invasive Arten zur Arzneimittelherstellung genutzt werden können.

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Dr. Ricardo Gent

E-Mail: gent@vci.de