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Verband der Chemischen Industrie e.V. |
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Keine wirkliche Entlastung Steuerregelungen behindern weiter Investitionen und Innovationen Die Unternehmenssteuerreform 2008 sollte durch die Absenkung des Körperschaftsteuersatzes Impulse für Wachstum und Beschäftigung geben. Aber für einen negativen Effekt sorgen in der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise die Zinsschranke und der Wegfall von Verlustvorträgen bei Wechsel der Anteilseigner. Das „Bürgerentlastungsgesetz“ hat trotz Anhebung der Freigrenze bei der Zinsschranke und der Sanierungsklausel bei den Verlustvorträgen keine nachhaltige Verbesserung gebracht. Die Regelungen sind zu knapp bemessen und auf zwei Jahre begrenzt. Deshalb bleibt der VCI bei seiner Forderung, die Zinsschranke ganz abzuschaffen und Verlustvorträge bei Wechsel der Anteilseigner in vollem Umfang wieder einzuführen. VCI fordert steuerliche Forschungsförderung für die Unternehmen Innovationskraft stärken – Forschung und Entwicklung in Deutschland ausbauen Die Volkswirtschaften, die am meisten in ihre Innovationsfähigkeit investieren, stehen wirtschaftlich am besten da. Daher betreiben zwei Drittel aller OECD-Staaten steuerliche Forschungsförderung. Dieses Element benötigt Deutschland ebenfalls, um im sich verschärfenden Innovationswettbewerb der Staaten mitzuhalten. Durch die davon ausgehende „Hebelwirkung“ steigen auch die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der Wirtschaft selbst. Nur so wäre das „Lissabon-Ziel“ der EU zu erreichen, den Anteil dieser Ausgaben am Bruttoinlandsprodukt bis 2010 auf drei Prozent zu steigern. Geplante Regelung ist nicht ausreichend Chemieindustrie fordert Abschaffung der Zinsschranke Die Empfehlung des Bundesrates, die Zinsschranke zu korrigieren, ist angesichts der Wirtschaftskrise dringend überfällig, aber nicht konsequent genug. „Für Unternehmen mit hohen Investitionen und Forschungsausgaben in Deutschland bringt der Vorschlag keine spürbare Verbesserung“, betont VCI-Hauptgeschäftsführer Dr. Utz Tillmann. „Eine Anhebung der Freigrenze auf drei Millionen Euro reicht für die chemische Industrie gerade in der derzeitigen wirtschaftlichen Lage nicht aus, um den Forschungs- und Produktionsstandort Deutschland attraktiv zu halten oder sogar auszubauen.“ VCI fordert Sofortmaßnahmen Zinsschranke verschärft Wirtschaftskrise Die Chemie als forschungs- und anlageintensive Industrie ist von den seit 2008 geltenden Regelungen zur Zinsschranke und zu Verlustvorträgen besonders betroffen. Dadurch wird die Aufnahme von Krediten zur Finanzierung von Investitionen und Innovationen erschwert. Deshalb drängt der VCI auf sofortige Korrekturen. Forschungsförderung erhöht Wettbewerbsfähigkeit Steuergutschrift nützt vor allem dem Mittelstand Um mehr Innovationen – vor allem in mittelständischen Unternehmen – zu stimulieren, sprach sich der VCI-Präsident Professor Ulrich Lehner für eine steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung in der Wirtschaft aus. Die bisher praktizierte Projektförderung erreiche gerade den Mittelstand zu wenig. Der Chemieverband schlägt eine Steuergutschrift für Unternehmen aller Größenklassen in Höhe von zehn Prozent der gesamten Forschungskosten vor. Damit sinke gerade beim Mittelstand die Einstiegshürde für anwendungsorientierte Forschung. Das erhöhe seine Wettbewerbsfähigkeit. Deutschland bleibt ein Hochsteuerland Belastung immer noch im oberen Drittel
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