Suche  
 Home     Cefic   ICCA     Sitemap   English documents   ChemCompass   Impressum   Kontakt  
  ausdrucken  Druckansicht

 

PRESSEINFORMATION

Service-Links

 

Foto

 

Ausführungen von Herrn Dr. Utz Tillmann,

Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI),

am 8. Dezember 2009 vor der Presse in Frankfurt

 

(Es gilt das gesprochene Wort)

________________________________________________________________

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

neben der hoffentlich kurzfristig zu überwindenden Wirtschaftskrise stellt der eher langfristig angelegte Klimaschutz eine weitere bedeutende globale Herausforderung dar. Wir, die deutsche chemische Industrie, wollen und unterstützen einen ökologisch effektiven und ökonomisch effizienten Klimaschutz. Und wir setzen uns für ein wirksames globales Abkommen für die Zeit nach 2012 ein.

 

Produktionsseitig hat für uns als energieintensive Industrie das Thema Energieeffizienz schon lange hohe Priorität. Wir haben die Entkopplung von Energieeinsatz und Produktion erreicht. Produktseitig ist es die Grundstoffindustrie, wie die Chemie, die innerhalb der Wertschöpfungs­ketten den „Energie-Rucksack“ für andere Branchen schultert. Dies ist die Grundlage dafür, dass am Ende die schönen Produkte in den Regalen stehen. Die deutsche chemische Industrie trägt mit ihren Produkten und ihrer Lösungskompetenz dazu bei, dass im Energiesektor, bei den Kundenindustrien und den Endverbrauchern viel weniger Energie verbraucht wird und damit weniger Treibhausgase freigesetzt werden.

 

In Kopenhagen wird aber nicht nur über CO2-Reduktionsziele geredet, es geht auch um die Verteilung von aktuellem und künftigem Wohlstand. Globale Klimaschutzmaßnahmen, insbesondere in den Entwicklungsländern, werden viel Geld kosten. Zu erwarten ist, dass die europäischen Industriestaaten dazu einen großen Anteil leisten werden müssen. Die Haushaltskassen sind leer. Größere Finanztransfers an die Entwicklungsländer sind deshalb nur möglich, wenn die Mittel dazu hier von uns durch Wachstum erwirtschaftet werden. Was wir brauchen ist ein nachhaltiges Wachstum. Und das erreichen wir nur durch Innovationen. Die deutsche Chemie kann mit ihrer Kompetenz dazu beitragen. Insofern ist Klimaschutz für uns auch eine Marktchance.

 

In Kopenhagen setzen wir uns als chemische Industrie für ein verbindliches Abkommen ein. Entscheidend sind gleichwertige Reduktionsziele für Industrieländer und angemessene Emissionsobergrenzen für Schwellenländer. Die daraus resultierenden Belastungen für die Industrie müssen weltweit vergleichbar sein. So erhalten wir die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie in Europa und verhindern ein Abwandern in andere Regionen. Die Gefahr von Carbon Leakage ist real und damit auch die Gefahr von Arbeitsplatzverlusten. Die europäischen und deutschen Politiker wollen Schrittmacher beim Klimaschutz sein. Damit haben sie auch die Pflicht, dafür zu sorgen, dass die anderen Staaten ihnen folgen. Konkret heißt das, dass sich alle großen Emittenten-Länder und deren Industrien beteiligen müssen.

 

Lassen Sie mich zum Abschluss drei Botschaften formulieren:

·Erstens: Die deutsche chemische Industrie bekennt sich zum Klimaschutz und trägt mit ihren Produkten heute schon erheblich zu CO2-Einsparungen bei.

·Zweitens: Finanziert werden können weltweite Klimaschutzmaßnahmen nur, wenn wir in Europa nachhaltig, das heißt, innovationsgetrieben wachsen.

·Und drittens: Ein neues globales Klimaschutzabkommen darf nicht zu Wettbewerbsnachteilen für die energieintensiven Branchen, wie die Chemie, führen.

 

 

Kontakt: VCI-Pressestelle

Telefon: 069 2556-1496

E-Mail:

 

Print out  Druckansicht    Nach oben  top