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Botschaften und Forderungen

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Stand: 02.06.2010

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Steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung

Im Koalitionsvertrag vorgesehene steuerliche FuE-Förderung richtig und notwendig

Haushaltsdefizit und Staatsschulden müssen verringert werden. Dennoch darf an der For­schung nicht gespart werden. Denn die steuerliche Forschungsförderung hilft, den wirt­schaftlichen Erholungsprozess zu stabilisieren und die richtigen Weichen für die Zeit nach der Krise zu stellen. Jeder Euro, den der Staat hierfür ausgibt, zahlt sich für Deutschland aus. Die Unternehmen stecken das Geld 1:1 in die Forschung. Das sichert Wachstum und Beschäftigung. Auch ordnungspolitisch ist eine steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung (FuE) vertretbar, weil sie den Firmen die Wahl der Forschungsthemen überlässt, leicht und unbürokratisch zu handhaben ist und einzelne Branchen und Unternehmen weder bevorzugt noch benachteiligt. Fast alle großen Industrieländer fördern FuE über steuerliche Regelungen. Der Koalitionsvertrag sieht eine steuerliche FuE-Förderung vor, allerdings insbesondere für KMU.

Der Innovationswettbewerb zwischen den Volkswirtschaften nimmt zu

Länder, die am meisten in ihre Innovationsfähigkeit investieren, stehen wirtschaftlich am besten da. Die EU hält am Ziel fest, den Anteil der FuE-Ausgaben am Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf 3 Prozent zu steigern (davon zwei Drittel Wirtschaft, ein Drittel Staat). In Deutsch­land stimmt das Verhältnis, der FuE-Anteil am BIP beträgt aber nur 2,5 Prozent (2007).

FuE-Förderung der Wirtschaft in Deutschland zu niedrig

Die OECD-Staaten fördern intensiv FuE in der Wirtschaft. Im Gegensatz zu anderen Staaten ist in Deutschland zwar die Förderung wissenschaftlicher Einrichtungen in den letzten Jahren gestiegen, der Anteil der FuE-Förderung für die Firmen ist aber kontinuierlich rückläufig (Finanzierungsanteil des Staates an den gesamten FuE-Aufwendungen der Wirtschaft: 1997 7,8 Prozent, 2007 3,1 Prozent). Dieser Anteil muss wieder steigen; damit würden auch die FuE-Aufwendungen der Wirtschaft wachsen.

 

VCI-Forderungen

1.Jetzt steuerliche FuE-Förderung zusätzlich zur Projektförderung einführen

Um den Forschungsstandort Deutschland zu stärken, Wachstum zu fördern und die Innovationskraft der Firmen zu erhalten, sollte der Staat baldmöglichst eine steuerliche FuE-Förderung zusätzlich zur Projektförderung einführen. Sie muss zeitlich unbegrenzt, flexibel, unbürokratisch und ausreichend hoch sein.

2.Tax Credit in Höhe von 10 Prozent gewähren

Das forschende Unternehmen sollte 10 Prozent seiner eigenfinanzierten FuE-Auf- wendungen (Personal- und Sachaufwendungen sowie Kosten für Forschungsaufträge in der EU) von seiner Steuerschuld abziehen dürfen (Tax Credit). Schreibt das Unter-nehmen Verluste, sollte es eine entsprechende Steuergutschrift ausgezahlt bekommen. Der Tax Credit in Höhe von mindestens 10 Prozent erscheint für Deutschland sinnvoll; in den großen Industrieländern sind Steuergutschriften von 8 bis 20 Prozent üblich.

3.Förderung muss für forschende Unternehmen aller Größenklassen gelten

Nur dann ist eine substanzielle Steigerung der Forschungsaktivitäten der Wirtschaft erreichbar. Innovationsrelevant sind KMU und große Unternehmen, die oft als System­führer bei Innovationen fungieren und den größten Teil der FuE-Aufwendungen tragen.

4.Degressiv ausgestaltetes "Personalkostenmodell" als Einstieg

Der Einstieg kann mit Personalkosten als Bemessungsgrundlage und einem degressiven Fördersatz (nach FuE-Aufwendungen) erfolgen. Volumen: 1,5 Milliarden Euro pro Jahr.

 

 

 

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