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Nanomaterialien • Nanomaterialien bieten vielfältige Chancen zum Nutzen von Mensch und Umwelt Nanomaterialien sind feinteilige oder feinstrukturierte chemische Stoffe. Nanomaterialien verändern die Eigenschaften von Materialien, Oberflächen werden z.B. kratz- und schmutzunempfindlicher. Sie bieten vielfältige interessante Anwendungsmöglichkeiten: Automobil, Energie, Information und Kommunikation, Textil, Bau, Farben, Pharma. Rund 80 Prozent künftiger Nano-Anwendungen werden in der Energieerzeugung und -nutzung, dem Klimaschutz und der Ressourcenschonung liegen. Beispiele: Lithium-Ionen-Batterien und Brennstoffzellen für Elektroautos, organische Photovoltaik. • Nanomaterialien müssen sicher für Mensch und Umwelt sein. Neue Gesetze und Vorschriften sind hierfür aber nicht erforderlich Nanomaterialien sind chemische Stoffe. Zahlreiche Gesetze und Verordnungen dienen der Sicherheit beim Herstellen, Verwenden, Transportieren und Entsorgen von chemischen Stoffen - und damit auch von Nanomaterialien. So gilt beispielsweise auch die REACH-Verordnung für Nanomaterialien wie für jeden anderen chemischen Stoff. Die Nanoskaligkeit eines Stoffes an sich ist keine Gefahreneigenschaft. Nanospezifische Gesetze sind deshalb nicht erforderlich, allerdings kann sich Präzisierungsbedarf in bestehenden Gesetzen ergeben. Ebenso wenig bedarf es aus VCI-Sicht besonderer Methoden der Risikobewertung. Gegebenenfalls müssen einzelne Tests angepasst werden. Die chemische Industrie arbeitet derzeit in enger Abstimmung mit nationalen und europäischen Behörden an einer sachgerechten Anwendung bestehender Vorschriften auf Nanomaterialien. Die Risikobewertung von Nanomaterialien muss - wie bei allen chemischen Stoffen - für jeden Einzelfall spezifisch erfolgen. Die chemische Industrie führt zahlreiche eigene Untersuchungen durch, arbeitet eng mit der Wissenschaft zusammen und beteiligt sich an übergreifenden, öffentlich geförderten Projekten wie NanoCare, NanoNature, Nanosafe und Nanoderm. Der VCI hat ein umfangreiches, international viel beachtetes Paket herausgegeben mit Leitfäden zur Behandlung von Nanomaterialien unter REACH, zum sicheren Umgang mit Nanomaterialien am Arbeitsplatz und bei der Entsorgung, zur Information in der Lieferkette und zur Sicherheitsforschung. Bei technischen Anwendungen kommen Verbraucher in aller Regel nicht mit freien Nanopartikeln in Berührung, da diese häufig in Verbundwerkstoffen eingeschlossen sind. Für Arzneimittel, Lebensmittel und Kosmetik gelten besondere Vorschriften, die eine spezielle Risikobewertung verlangen.
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