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Daten und Fakten

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Stand: 02.06.2010

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EU-Strategie "Europa 2020"

Die Industrie - Fundament für ein nachhaltiges Europa

Europas Wirtschaft basiert auf einer starken Industrie

Der Anteil der Industrie an der Bruttowertschöpfung (BWS) der EU liegt bei knapp 17 Prozent. Deutschland ist der industrielle Kern der EU. Der Anteil der Industrie an der BWS ist hierzulande mit über 23 Prozent besonders hoch.

Mit einem Industrieumsatz in Höhe von etwa 7.000 Mrd. Euro ist die EU der größte Industriestandort der Welt, gefolgt von China, den USA und Japan.

 

Europa ist nicht zuletzt dank der Industrie auf einem nachhaltigen Weg

Die EU hat als einzige Region der Welt ihre CO2-Emissionen seit 1990 nennenswert reduziert, um 6 Prozent. Die Industrie hat daran einen wesentlichen Anteil. Bis 2007 hat sie ihre CO2-Emissionen um 22 Prozent verringern können. Hinzu kommt: Ohne die Industrie wären die vielfältigen Innovationen im Bereich erneuerbarer Energien, zum Energiesparen der Haushalte und im Verkehr, nicht denkbar.

Nicht nur beim Thema Umweltschutz setzt Europas Industrie auf Nachhaltigkeit. In den 27 EU-Mitgliedstaaten arbeiten insgesamt 34,4 Millionen Menschen in der Industrie. Auch ihre Sozialstandards (Tarifvertäge, Flexibilitätsregelungen) haben Vorbild­charakter. Zudem zahlt die Industrie Löhne, die deutlich über dem gesamtwirtschaft­lichen Durchschnitt liegen. Zum Beispiel liegen in Deutschland die Löhne des Verarbeitenden Gewerbes etwa 35 Prozent über denen der Gesamtwirtschaft.

 

Die Industrie verliert in Teilen Europas an Bedeutung

Europas Industrie verliert Marktanteile

Der Anteil der EU an der Weltindustrieproduktion sinkt. Im Jahr 2006 betrug ihr Anteil nur noch rund 30 Prozent, d. h. 2,5 Prozentpunkte weniger als drei Jahre zuvor.

Auch der Anteil der EU an der Weltchemieindustrie ging in ähnlichem Maße zurück - um knapp 3 Prozentpunkte.

 

Die Industrie hat nicht überall in Europa das gleiche Gewicht

In fünf Ländern - Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien - finden mehr als 70 Prozent der EU-Industrieproduktion statt.

Die Wirtschaftsstruktur der EU-Mitgliedsstaaten Europas ist sehr unterschiedlich. Zu den Ländern mit einem hohen Industrieanteil gehören Deutschland, Tschechien und Schweden.

Es gibt aber auch Länder, die aufgrund einer anhaltenden Deindustrialisierung nur noch relativ wenig Industrie haben - darunter Frankreich, Großbritannien und Griechenland.

Auch die Branchenstruktur einzelner Länder ist sehr unterschiedlich. Deutschland hat eine besonders breit aufgestellte Industrie - fünf Branchen stehen jeweils für mehr als 2 Prozent der deutschen BWS. Andere Länder sind deutlich einseitiger ausgerichtet.

 

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