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Handelspolitik •Der internationale Chemiehandel wird immer noch durch Zölle behindert. Zölle auf chemische Produkte behindern noch immer den internationalen Handel mit Chemikalien. Die deutsche Chemieindustrie ist hiervon besonders betroffen, weil sie der weltweit größte Exporteur chemischer Erzeugnisse ist. Seit dem Inkraftreten des Chemiesektorabkommens Chemical Tariff Harmonization Agreement im Jahr 1995 sind die Chemiezölle der Industrieländer mit 3-4 Prozent gering. Die Schwellenländer - darunter auch Brasilien, China und Russland - erheben dagegen bis heute deutlich höhere Chemiezölle von teilweise mehr als 10 Prozent. •Verhandlungen über weitere Handelsliberalisierung im Rahmen der Doha-Runde der Welthandelsorganisation WTO Seit dem Jahr 2001 wird im Rahmen der Doha-Runde multilateral über die Liberalisierung des Welthandels verhandelt. Das Ergebnis im Industriegüterbereich wird voraussichtlich nicht zufriedenstellend ausfallen. Es wird wohl nur eine geringe Handelsliberalisierung erreicht werden. Alle Hoffnungen ruhen deshalb auf einem Sektorabkommen für die Chemieindustrie. Neben dem allgemeinen Zollabbau über eine Formel sind Sektorabkommen ein weiteres Verhandlungselement. Durch Sektorabkommen können Zölle für ausgewählte Gütergruppen vollständig eliminiert werden. •Die EU will den Marktzugang zu ausgewählten Partnerländern auch durch Freihandelsabkommen und die Marktzugangspartnerschaft verbessern. Die EU sieht in Freihandelsabkommen eine weitere Möglichkeit neben den WTO-Verhandlungen, den Handel zu liberalisieren. Freihandelsabkommen sollen mit wirtschaftlich interessanten Ländern geschlossen werden, Themen außerhalb der WTO-Agenda umfassen und zu vollständigem Zollabbau führen. Die von der Europäischen Kommission neu eingerichtete Marktzugangsarbeitsgruppe Chemie bietet eine zusätzliche Chance, spezifische Handelshemmnisse einzelner Länder anzugehen.
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