Suche  
 Home     Cefic   ICCA     Sitemap   English documents   ChemCompass   Impressum   Kontakt  
  ausdrucken  Druckansicht

Botschaften und Forderungen

>> Botschaften und Forderungen

PDF

Stand: 02.06.2010

>> Daten und Fakten

PDF

Handelspolitik

Der internationale Chemiehandel wird immer noch durch Zölle behindert.

Zölle auf chemische Produkte behindern noch immer den internationalen Handel mit Chemikalien. Die deutsche Chemieindustrie ist hiervon besonders betroffen, weil sie der weltweit größte Exporteur chemischer Erzeugnisse ist.

Seit dem Inkraftreten des Chemiesektorabkommens Chemical Tariff Harmonization Agreement im Jahr 1995 sind die Chemiezölle der Industrieländer mit 3-4 Prozent gering. Die Schwellenländer - darunter auch Brasilien, China und Russland - erheben dagegen bis heute deutlich höhere Chemiezölle von teilweise mehr als 10 Prozent.

Verhandlungen über weitere Handelsliberalisierung im Rahmen der Doha-Runde der Welthandelsorganisation WTO

Seit dem Jahr 2001 wird im Rahmen der Doha-Runde multilateral über die Liberalisierung des Welthandels verhandelt. Das Ergebnis im Industriegüterbereich wird voraussichtlich nicht zufriedenstellend ausfallen. Es wird wohl nur eine geringe Handelsliberalisierung erreicht werden.

Alle Hoffnungen ruhen deshalb auf einem Sektorabkommen für die Chemieindustrie. Neben dem allgemeinen Zollabbau über eine Formel sind Sektorabkommen ein weiteres Verhandlungselement. Durch Sektorabkommen können Zölle für ausgewählte Gütergruppen vollständig eliminiert werden.

Die EU will den Marktzugang zu ausgewählten Partnerländern auch durch Freihandelsabkommen und die Marktzugangspartnerschaft verbessern.

Die EU sieht in Freihandelsabkommen eine weitere Möglichkeit neben den WTO-Verhandlungen, den Handel zu liberalisieren. Freihandelsabkommen sollen mit wirtschaftlich interessanten Ländern geschlossen werden, Themen außerhalb der WTO-Agenda umfassen und zu vollständigem Zollabbau führen.

Die von der Europäischen Kommission neu eingerichtete Marktzugangsarbeitsgruppe Chemie bietet eine zusätzliche Chance, spezifische Handelshemmnisse einzelner Länder anzugehen.

 

VCI-Forderungen

1.Abschaffung der Chemiezölle in allen wichtigen Chemieproduzentenländern

Die Chemiezölle müssen in allen großen Chemieproduzentenländern vollständig abgebaut werden. Neben den Industrieländern müssen auch die Schwellenländer ihre Märkte öffnen.

2.Ein Chemie-Sektorabkommen im Rahmen der Doha-Runde ist der beste Weg

Ein umfassendes Chemiezolleliminierungsabkommen im Rahmen der Doha-Runde ist der beste Weg, um Chemiezölle abzuschaffen. Hiermit könnte auch ein ehrgeizigeres Doha- Gesamtergebnis erzielt werden.

3.Freihandelsabkommen der EU mit anderen Ländern müssen einen vollständigen Abbau aller Zölle beinhalten

Freihandelsabkommen sind eine sinnvolle Ergänzung zu den WTO-Verhandlungen. Sie müssen aber den vollständigen Abbau aller Zölle, den Abbau von nicht-tarifären Handelshemmnissen und die Beseitigung von Exportsteuern und Double Pricing-Praktiken beinhalten. Freihandelsabkommens-Verhandlungen mit den USA dürfen kein Tabu sein.

 

 

 

Print out  Druckansicht    Nach oben  top