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Daten und Fakten

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Stand: 02.06.2010

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Initiative „Industrieland Deutschland stärken”

Deutschland ist ein Industrieland

Deutschland ist der viertgrößte Industriestandort der Welt – hinter den USA, China und Japan. Es hat einen Anteil an der globalen Industrieproduktion von über 8 Prozent.

Die Industrie hat in Deutschland im Vergleich zu anderen Volkswirtschaften ein deutlich höheres Gewicht. Der Anteil der Industrie an der deutschen Bruttowertschöpfung hat sich seit 1998 erhöht und lag 2008 bei 23,1 Prozent.

Die Industrie ist der Wachstumsmotor Deutschlands. Während die Produktivität in der In­dustrie seit dem Jahr 2000 um rund 37 Prozent zugenommen hat, stieg sie in der gesamten Wirtschaft nur um 12 Prozent.

Die Industrie leistet viel für Deutschland

Industrie, Deutschland

Absolut

Anteil an

gesamter Wirtschaft

Wertschöpfung (2008)

525 Mrd. €

23,1 %

Beschäftigte (2009)

5,7 Mio.

20,8 %

Ausgaben für FuE (2008)

51,3 Mrd. €

89,5 %

Exporte (2008)

ca. 1.000 Mrd. €

86,3 %

 

Unternehmenssteuern* (2008)

112 Mrd. €

20,0 %

(des Gesamtsteueraufkommens)

Durchschnittliches Arbeit­nehmerentgelt p.a. (2008)

46.548 €

136,3 %

(des gesamtwirtschaftlichen Durchschnittsverdiensts)

* Gewerbe-, Einkommen- und Körperschaftsteuer (inkl. Soli) aller Gewerbebetriebe

Der Industriestandort Deutschland – Stärken und Schwächen

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR) betont in seinem Jahresgutachten 2009/2010, dass der Staat mit seinen Institutionen den Grundstein dafür zu legen hat, dass sich wirtschaftliches Handeln in Deutschland in einem ordnungspolitischen Rahmen frei entfalten kann. Nachdem der Staat im Zuge der Krise seinen Einfluss auf die private Wirtschaft aus­geweitet hat, mahnt der SVR eine Rückkehr zu einer „horizontalen Industriepolitik" an. Er teilt die Auffassung des VCI, dass es eine in das Wirtschaftsgeschehen eingreifende lenkende "vertikale Industriepolitik" nicht geben darf.

Das World Economic Forum prüft und bewertet jährlich wichtige institutionelle Standortfaktoren von 125 Ländern und erstellt auf dieser Basis ein Länderranking. Deutschland erreicht bei vielen Indikatoren gute (grüne), bei einigen aber auch schlechte (rote) Platzierungen.

 

Das Ranking zeigt: Deutschland ist ein guter Industriestandort. Ob bei industriellen Clustern und der Qualität lokaler Zulie­ferer und Forschungs­einrich­tungen, der Infrastruktur sowie der Zusammen­ar­beit von Industrie und Wissenschaft oder beim Einsatz modernster Tech­no­logien: Deutsch­land findet sich unter den besten 10.

Das DIW stellt in seiner Studie „Innovationsindikator Deutschland 2009" fest, dass kaum ein Land mit seinem FuE-Budget mehr wirtschaftlich verwertbare Neuentwicklungen erarbeitet als Deutschland.

Verbesserungspotenzial gibt es allerdings im Bildungs- und Forschungsbereich. Die öffent­lichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung stagnieren seit Jahren bei 0,76 Prozent des BIP. Die Industrie hingegen hat ihren Anteil sukzessive auf 1,78 Prozent ausgebaut.

Die Zahl der Absolventen mathematischer, informationswissenschaftlicher, naturwissen­schaftlicher und technischer (MINT-) Fächer ist in Deutschland unterdurchschnittlich: Von 100.000 Beschäftigten haben hierzulande nur etwa 1.500 einen MINT-Abschluss. In Frankreich sind es mehr als 2.600 mit entsprechendem Abschluss; in Großbritannien und Finnland sind es jeweils mehr als 2.300.

Deutschland gibt insgesamt 4,8 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts für Bildung aus und liegt damit unter dem OECD-Durchschnitt von 5,8 Prozent sowie unterhalb des EU-Schnitts.

Die Belastungen aufgrund von Regulierungen und Steuern sind in Deutschland im internationalen Vergleich hoch. Ein Beispiel: Abgaben und Steuern machen hierzulande ein Drittel der Stromkosten aus – ein Wettbewerbsnachteil für die Produktion energieintensiver Unternehmen in Deutschland.

Wahrnehmung der Industrie in der deutschen Bevölkerung

Laut einer Studie des Allensbach-Instituts (2009) misst die große Mehrheit der Bevölkerung der Industrie eine hohe Bedeutung für Deutschland zu: 97 Prozent halten sie für „sehr wichtig“ oder „wichtig“. 62 Prozent der deutschen Bevölkerung ist die Industrie sogar sympathisch. Auch der Mittelstand und die Marktwirtschaft erreichen bei den Deutschen besonders hohe Sympathiewerte.

Allerdings unterschätzt die Bevölkerung einige für die langfristige Wirtschaftsentwicklung wichtige Faktoren: Hierzu zählen Freiheitsspielräume bei der Forschung, die unternehmerische Freiheit, ein Welthandel ohne Handelsbarrieren und eine sichere Energieversorgung.

Die DIW-Studie „Innovationsindikator Deutschland 2009" kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. Demnach ist das Verhältnis vieler Bundesbürger zum Fortschritt zwiegespalten: Reges Interesse an neuen Technologien geht einher mit einer vergleichsweise großen Skepsis und Angst gegenüber den Folgen des wissenschaftlichen und technischen Fortschritts.

Die deutsche Chemie ist ein Eckpfeiler des Industrielandes Deutschland

§ 

Die Chemieindustrie ist einer der bedeutendsten Indus­trie­zweige in Deutsch­land. Sie erwirtschaftete 2009 etwa 145 Mrd. Euro. Damit liegt sie hinter dem Fahrzeugbau, dem Ma­schi­nenbau und der Ernährungsindustrie auf dem vierten Platz.

 

416.250 der 5,7 Millionen Industriebe­schäf­tigten arbei­ten in einem Chemieun­ter­nehmen.

§ 

Die deutsche Chemie­industrie ist Export­welt­meister in Serie. Sie hat Jahr für Jahr wesent­lich dazu beigetragen, dass Deutsch­land eine führende Exportnation ist.

 

Deutschland ist im inter­nationalen Vergleich die viert­größte Chemienation hinter den USA, China und Japan. In Europa ist Deutschland mit Abstand der bedeutendste Chemiestandort.

 

 

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