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Botschaften und Vorschläge

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Stand: 02.06.2010

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Initiative "Industrieland Deutschland stärken"

Die Industrie ist das Fundament der wirtschaftlichen Stärke Deutschlands

Die deutsche Industrie bietet 5,7 Millionen Menschen überdurchschnittlich gut bezahlte Arbeitsplätze und erbringt rund ein Viertel der Wirtschaftsleistung. In den letzten Jahren ist die Industrie für Deutschland sogar noch wichtiger geworden, während ihr Anteil in den meisten anderen Industrieländern rückläufig war.

Eine starke Industrie kommt jedem Einzelnen zu Gute: Die Industrie hilft, die Heraus­forderungen in den Bereichen Gesundheit, Energieversorgung, Klimaschutz, Mobilität und demographischer Wandel zu lösen. Innovationen der Industrie sind der Schlüssel für mehr Lebensqualität und eine nachhaltige Entwicklung.

Industrielle Produkte mit hoher Qualität machen Deutschland zu einer führenden Exportnation. Mit den Exporterlösen kann Deutschland seinen Wohlstand sichern.

Die deutsche Industrie braucht wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen – gerade in der Krise

Die Wirtschaftskrise hat die Industrie hart getroffen. Damit sie zu ihrer alten Stärke zurückfinden kann, braucht sie dringender denn je wettbewerbsfähige Rahmen-bedingungen. Hierzu fehlt jedoch ein industriepolitisches Gesamtkonzept, das den Standort langfristig und nachhaltig stärkt.

Nein zu lenkenden Eingriffen in die Märkte

Teile der Politik wollen die Industrie derzeit mit einer "ökologischen" oder "grünen" Industriepolitik in Richtung politisch bestimmter "grüner Zukunftsmärkte und -technologien" lenken. Das ist der falsche Weg, um eine nachhaltige Entwicklung in Deutschland zu fördern. Der Wettbewerb muss über Marktchancen entscheiden und nicht der Staat. Nur wenn sich Innovationen am Markt dauerhaft bewähren, tragen sie zu mehr Wachstum, Beschäftigung und Umweltschutz bei.

 

VCI-Forderungen

1.Mit einem industriepolitischen Gesamtkonzept gegen die Krise angehen

Industriepolitik ist eine Querschnittsaufgabe: Besser aufeinander abgestimmte Ressortpolitiken in Deutschland und Europa sind unabdingbar für eine Erholung der deutschen Industrie. Am wichtigsten sind dabei bessere Forschungsbedingungen, die Ausbildung von qualifiziertem Nachwuchs, eine wettbewerbsfähige Energie- und Rohstoffversorgung, der Ausbau der Infrastruktur und die weitere Abschaffung von Handelshemmnissen im In- und Ausland.

2.Auf interventionistische und protektionistische Staatseingriffe verzichten

Industriepolitik sollte sich darauf beschränken, verlässliche und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen zu setzen. Protektionismus und Interventionismus mögen kurzfristig einzelnen Unternehmen oder Branchen helfen, langfristig schaden sie der Industrie und dem gesamten Land. Selektive Eingriffe darf es nur in Ausnahmefällen geben, die stichhaltig begründet werden müssen.

3.Sachverstand der Industrie nutzen

Gute Industriepolitik berücksichtigt die wirtschaftlichen Auswirkungen von Gesetzen. Die Industrie kennt diese Auswirkungen am besten. Diese Expertise sollte sich die Politik bei der Erarbeitung eines industriepolitischen Ansatzes zu Nutzen machen.

 

 

 

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