Die Chemie ist ein unverzichtbarer Eckpfeiler des deutschen Innovationssystems
8,3 Milliarden Euro wendet unsere Branche für Forschung und Entwicklung (FuE) auf. Damit entfallen 60 Prozent der gesamten FuE-Aufwendungen der deutschen Hersteller von Materialien und Vorprodukten auf die Chemie. Betrachtet man die FuE-Aufwendungen pro Beschäftigten, zeigt sich, dass hierzulande nur der Fahrzeugbau mehr für FuE aufwendet als der „Innovationsmotor“ Chemie.
Ihre Ideen und ihr Anwendungs-Know-how werden in vielen anderen Wirtschaftszweigen benötigt. Dank ihrer Patente, sprich neuen Produkten sowie Verfahren, ist die Chemie vor dem Maschinenbau Technologie-Impulsgeber Nummer 1 in Deutschland. Auch im internationalen Vergleich können sich die deutschen FuE-Zahlen sehen lassen. Nur die USA und Japan stecken mehr Geld in die Chemieforschung und -entwicklung. Jeder zehnte Forschungseuro der globalen Chemie stammt aus Deutschland. Um auch weiterhin ihrer Rolle als Innovationsmotor gerecht zu werden, benötigt die chemische Industrie in Deutschland bestens ausgebildetes wissenschaftliches Personal, innovationsfreundliche Rahmenbedingungen und nicht zuletzt eine gegenüber neuen Technologien aufgeschlossene Bevölkerung.
Vergleich des FuE-Aufwands nach Branchen
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Chemie leistet zentrale Beiträge zur Elektromobilität
Technologieführerschaft für den Industriestandort Deutschland sichern
Am 3. Mai haben Bundeskanzlerin Merkel und Vertreter aus Industrie und Wissenschaft offiziell die Nationale Plattform Elektromobilität ins Leben gerufen. Ziel der Plattform ist es, das Auto der Zukunft zu entwickeln und hierfür dem Industriestandort Deutschland die Technologieführerschaft zu sichern. Das Auto der Zukunft besteht aus Leichtbaustoffen und fährt mit einem Elektromotor, die ihre Energie aus Lithium-Ionen-Batterien oder Brennstoffzellen beziehen. Die Chemie liefert grundlegende Komponenten für diese neuen Technologien.
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Naturwissenschaftliche Bildung stärkt das Industrieland Deutschland
Kluge Köpfe sind – besonders für ein rohstoffarmes Land wie Deutschland – der Schlüssel zu mehr Innovationen, mehr Arbeitsplätzen, Wachstum und sozialer Teilhabe.
Daher gilt: Wir müssen in die Ressource Wissen investieren, um im internationalen Wettbewerb auch künftig bestehen zu können. Die chemische Industrie engagiert sich schon seit Jahren und leistet finanzielle Unterstützung für naturwissenschaftliche Bildung. Rund 10 Millionen Euro jährlich stellt die Branche über ihr Förderwerk bereit. Sie ist die einzige Branche in Deutschland, die sich derart systematisch und mit hohem finanziellem Aufwand für den Nachwuchs in den Hochschulen und für einen spannenden Experimentalunterricht in den Schulen engagiert.
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Steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung
VCI fordert steuerliche Forschungsförderung für die Unternehmen
Innovationskraft stärken – Forschung und Entwicklung in Deutschland ausbauen
Die Volkswirtschaften, die am meisten in ihre Innovationsfähigkeit investieren, stehen wirtschaftlich am besten da. Daher betreiben zwei Drittel aller OECD-Staaten steuerliche Forschungsförderung. Dieses Element benötigt Deutschland ebenfalls, um im sich verschärfenden Innovationswettbewerb der Staaten mitzuhalten. Durch die davon ausgehende „Hebelwirkung“ steigen auch die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der Wirtschaft selbst. Nur so wäre das „Lissabon-Ziel“ der EU zu erreichen, den Anteil dieser Ausgaben am Bruttoinlandsprodukt bis 2010 auf drei Prozent zu steigern.
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Energieversorgung der Zukunft
Chemie treibt die Energieforschung voran
Durch Fortschritte in der Chemieforschung kann in den nächsten 20 Jahren der Primärenergiebedarf in Deutschland zu einem Fünftel gedeckt werden. Dies kann durch Energiesparen und durch neue Ressourcen erreicht werden. Das ist das Fazit des Positionspapiers „Energieversorgung der Zukunft – der Beitrag der Chemie: Eine quantitative Potenzialanalyse“, das die deutschen Chemieorganisationen im November 2009 in Frankfurt vorgestellt haben.
zur Langfassung
Speicherung und Verwertung von CO2
Vermeidung von Treibhausgasen hat Priorität
CO2 zu speichern oder stofflich zu verwerten wird zurzeit als eine ergänzende Möglichkeit zum Klimaschutz lebhaft diskutiert. Aus Sicht der chemischen Industrie müssen die Maßnahmen zur Vermeidung von Treibhausgasen jedoch klare Priorität haben. Alle Ansätze zur Vermeidung von Treibhausgasen sowie zur Speicherung oder stofflichen Verwertung von CO2 lassen sich nur mit der Chemie realisieren. Die Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. (Dechema) und der VCI haben zur „Speicherung und Verwertung von CO2“ ein gemeinsames Positionspapier erarbeitet. Dieses wird von einem wissenschaftlichen Diskussionspapier der Dechema ergänzt.
zum Dechema-VCI-Positionspapier
Bei der Forschung darf nicht gespart werden
Neue Produkte und Verfahren sind für ein rohstoffarmes Land wie Deutschland Garant für Wirtschaftswachstum und Wohlstand. High-Tech heißt das Stichwort. Dafür sind motivierte und qualifizierte Wissenschaftler/Ingenieure genauso wichtig wie ausreichend finanzielle Mittel. Deutschland muss die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf mindestens auf 3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes erhöhen, um in der Welt den Anschluss zu halten.
Hochschulen brauchen Freiheit!
Nur so kann sich Wettbewerb unter den Hochschulen entfalten und dieser Wettbewerb ist eine entscheidende Voraussetzung dafür, dass deutsche Hochschulen Weltspitze werden. Sie brauchen die Freiheit, die besten Studenten auszuwählen, die besten Professoren zu verpflichten und zusätzliche Mittel einnehmen zu können.
Bachelor/Master – neue Abschlüsse auch in der Chemie
Die chemische Industrie begrüßt die Einführung der Bacherlor- und Master-Studiengänge auch in der Chemie. Dadurch werden die Studiengänge interdisziplinär, die Mobilität der Studierenden wird gestärkt und die Hochschulen können ein Profil bilden.
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Fonds der Chemischen Industrie
Die deutsche chemische Industrie leistet seit langem ihren Beitrag, um die Zukunftsfähigkeit des Standorts Deutschland zu sichern. So vergibt sie über ihr Förderwerk "Fonds der Chemischen Industrie" seit fast 60 Jahren Forschungsfördermittel und Stipendien und unterstützt Schulen.
Um der Bildungsmisere im naturwissenschaftlichen Unterricht zu begegnen, hat der Fonds 2001 das umfangreiche Förderprogramm "Schulpartnerschaft Chemie" ins Leben gerufen. Seit 2001 hat der Fonds über 17 Millionen Euro in Schulen, Universitäten, Lehrer, Studenten und Wettbewerbe investiert.
Nähere Informationen:
http://fonds.vci.de
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